Lagerhaus MUK
Oberägeri
Lagerhaus MUK
In Ägeri bestand bereits im 17. Jahrhundert eine Schule, an der auch Latein unterrichtet wurde. 1735 wurde an der Stelle des heutigen alten Schulhauses von der Gemeinde ein hölzerner, ziegelgedeckter Vorgängerbau errichtet. 1832 wurde beabsichtigt, den Bau zu erweitern. Da sich dieser aber in schlechtem Zustand befand und zudem ein Lokal für die neue Feuerspritze benötigt wurde, entschied man sich 1836 für einen Neubau. Der Auftrag ging an den Baumeister Balz Stüssi aus Glarus. Bereits zwei Jahre später konnte das neue Schulhaus bezogen werden. Errichtet wurde es als dreigeschossiger, spätbiedermeierlicher Massivbau mit vier auf vier Fensterachsen und einem neogotischen Spitzbogenportal in der Hauptgiebelfront für das Spritzenmagazin. Ein niedriger Granitsockel schliesst den Bau nach unten ab. Die Gewände sind in Sandstein gearbeitet, die Dachuntersicht als umlaufende Kehle verputzt. Die Steinhauerarbeiten könnten vom Steinhauer Karl Nussbaumer ausgeführt worden sein (vgl. Ass. Nr. 73a/653a, im Inventar). Als multifunktionaler öffentlicher Bau diente das Gebäude auch für Gemeindeversammlungen und enthielt zudem eine Arrestzelle. 1871 wurde der Bau um zwei Schulzimmer erweitert und 1982/83 für seinen neuen Zweck als Militärunterkunft bergseitig um vier Fensterachsen und einen eingeschossigen Walmdachanbau erweitert. Die Baunaht ist durch einen leichten Rücksprung in den Längsfassaden kenntlich gemacht. Heute wird der Bau als Lagerhaus genutzt. Das neue im Jahr 2024, komplett sanierte Lagerhaus mit ca. 52 Schlafplätzen ist ideal für grosse und kleine Gruppen/ Vereine/ Pfadi/ Schullager etc. Die Nähe zum einzigartigen Ägerisee, zum Ägeribad, zum Morgarten-Denkmal oder zu diversen Naherholungsgebieten ist ein Garant für Ihr nächstes Abenteuer.


